Nr. 834, 1373 IX 25, Wien

Quelle Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 834

Regest

Aussteller:inHerman von Eslarn, purger ze Wienne,beurkundet, dass vor ihm als Bergherrn in offenem Gerichte SonstigeJacob der Graf mit Vorsprechen Sonstigeouf einen weingarten, gelegen an dem Hindernperg pei dem Plekchunden weg, des dreu achttail sind, nêchst Meinharts weingarten des Pymir , von dem man 45 dn. für Zehent und Bergrecht, 9 Ort zu Voitrecht dient, geklagt habe, dieser Weingarten sei sein ererbtes Gut und sei ihm nach dem Tode Niclas des Veltsperger, der ihn nur leib gedingweise innegehabt habe, ledig geworden. Dagegen habe des SonstigeNiclas Witwe Elspet behauptet, ihr Mann habe ihr den Weingarten ledichlich hinterlassen. Der Streit wurde bis an den Herzog Albrecht III. gebracht, und in dessen Gericht wurde entschieden, dass Elsbet den Beweis für ihre Behauptung vor dem Bergherrn mit zwain erbern gesessen unversprochen mannen, die nicht lonzeugen wêrn, zu erbringen habe. In der That führt Elsbet nach 14 Tagen in offenem Gerichte zwei Zeugen vor, welche beschwören, dass der Weingarten von der Mutter Niclas des Veltzperger herrühre und von diesem seiner Frau hinterlassen worden sei. Da aber Jacob der Graf mit neun erbern gesessen mannen nachweist, dass der eine dieser beiden Zeugen nicht ein gesessen man wêr und nicht aigen hous und hof hiet, so spricht Hermann von Eslarn ihm den Weingarten zu.

Siegelbeschreibung

Zeug:in / Siegler:inBesiegelt von dem Aussteller.

Indorsat / Nota

Indorsat: a) Littera zu Ulreichs altar, b) 16. Jahrhundert, Gerichtsbrief . . . jetzo auf sand Blasienaltar gehörig.

Seite 1/2

Annotationen

Nr. 834

Datum: 1373 IX 25

Ort: Wien

Archiv: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Quelle: Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 834