Nr. 541, 1360 II 01, Wien
Regest
Aussteller:inGundolt der Stro/ebein, purger ze Wienn, beurkundet seinen letzten Willen. Er schafft: 1. die Rückzahlung seiner Schulden 2. die Dotierung der vier von seinem Oheim hern Stephan dem Stro/ebein, dem got genade, gestifteten Messen, und zwar: a) zur ersten Messe, Empfänger:indie in der Kapelle sand Margreten in der Münsserstrasse gestiftet werden soll, widmet er seinen Antheil an den 12 lb dn. gelts, gelegen ze Gumpoltschirichen, und 1 lb dn. gelts b) zur zweiten Empfänger:in Messe in der Pfarrkirche zu S. Stephan, deren Kaplan her Jörig, der priester, ist, widmet er seinen Theil, den er und sein Oheim Ulreich der Stro/ebein haben auf Thomans wachsglet, gelegen in der Wolzeil ze Wienne, und 1 lb dn. gelts c) zur Empfänger:in dritten Meesse in der gaestleichen vrawen chloster dacz sand Niclas ze Wienne 60 lb dn., wie auch sein Oheim Ulreich verpflichtet ist, den gleichen Betrag dem Kloster zu bezahlen, für welche 120 lb dn. die Nonnen eine Gült von 10 lb dn. kaufen sollen d) zur Empfänger:invierten Messe 12 lb dn. gelts. 3. dem Kinde, das er erwartet: a) sein von ihm bewohntes Haus in der Münsserstrasse ze Wienne, seinen Antheil an dem Weingarten, gelegen an dem Nusperg, und seinen Weingarten, der do haisst die Swuepel, b) seinen Antheil an dem Hofe ze Gumpoltschirichen, an dem stadel vor Chernertor ze Wienne und an dem Garten, gelegen in dem Werde ze Wienne. Sollte das Kind nicht mit dem Leben davonkommen, so soll a) an Gundolts nächste Erben, b) an Empfänger:inseine Schwester Katrein, Simons Hausfrau, fallen 4. Empfänger:inseiner Hausfrau Katrein ze rechter morgengabe auf Lebenszeit einen Weingarten, der do haisset der Weindel, und einen Weingarten ze Prunne, haisst der Salloter, mit Vorbehalt des Heimfalles an seine nächsten Erben 5. dass Empfänger:insein Schwager her Jans der Magseit seinen Weingarten ze Gumpoltschirichen, haisst der Chru/emel, bauen und den Reinertrag nach dem letzten Willen Stephans des Stro/ebein verwenden solle 6. den Kindern seiner Schwester, der Magseitinne, seinen Weingarten ze Gumpoltschirichen , haisst der Praun, und seinen Antheil wismads 7. des alten Spermais chinden seinen Weingarten, der do haisset der Garner 8. Empfänger:inseinem Schwager Simon seinen Weingarten, gelegen ze Prunne, haisst der Chaufweingart, und eine Wiese zu Aichau 9. Empfänger:inseinem Schwager Jacob dem Chottrer und dessen Hausfrau, seiner Schwester, seinen Antheil an dem Weingarten, gelegen ze Gumpoltschirichen, haisset der Spiegel, als Leibgeding mit dem Vorbehalte des Heimfalles an ihre Kinder, oder wenn solche fehlen, an seine nächsten Erben 10.Empfänger:in seiner Muhme, Schwester Palmein in dem Frauenkloster dacz sand Nichlas ze Wienne 3 lb dn. gelts ( 1 lb dn. ze Uczenissê, 1 lb dn. in der Lantstrasse zenächst Cholman, dem giesser, das dritte lb dn. dient der Letztere) auf Lebenszeit mit dem Vorbehalte des Heimfalles an das Kloster 11. von seinem Antheile an 25 lb dn. gelts 6 ½ lb dn. von dem Chrumpekchen seinem Oheim Ulreichen und 6 lb dn. gelts ze pessern den weg zwischen Draeschirichen und Gundramstorf 12. Empfänger:inseiner Schwester Tochter Margreten, die bei ihm ist, die wartung an dem Wein-[ Seite 131]garten, den er und sein Oheim Ulreich seiner Schwester der Chotrerinne gekauft haben 13. den Ueberrest seines Besitzes seinem zu erwartenden Kinde. Er empfiehlt sein GeschäftEmpfänger:in seinem sweher Thoman dem Swaemlein, seinem Oheim Ulreichen dem Stro/ebein, seinen swaegern hern Jansen dem Magseiten und swaegern Jacoben dem Chotrer.
Siegelbeschreibung
Zeug:in / Siegler:inBesiegelt mit den Siegeln: 1. des Ausstellers, 2. hern Hartmans des Metsacks, chirichmaister der pharrchirichen dacz sand Stephan, 3. hern Herworts des Dekchenschadens, 4. hern Chunrats, des münsser von Regenspurg, purger ze Wienne .