Nr. 458, 1354 X 29, Wien

Quelle Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 458

Regest

Aussteller:inStephan der Stro/ebein, purger ze Wienn, beurkundet seinen letzten Willen: Er schafft: 1. dass man von seinem fahrenden Gute 30 lb dn. gelts ewigs purchrechts für drei Messen kaufen solle, deren Bewidmung Empfänger:inseinen Oheimen Gundolt und UlreichOheimen übertragen wird dieser und die §§. 4 und 5 sollen auch im Falle seiner Genesung Geltung behalten 2. dass die genannten Oheime von seinem fahrenden Gute 100 lb dn. den Siechen und Dürftigen im Empfänger:inBürgerspitale austheilen sollen 3. Empfänger:inseiner Hausfrau Christein 5 Viertel Weingarten an dem Nuz/zperch, gehaissen der Chruter, 2 Fuder Wein aus diesem Weingarten und 1 Fuder Wein aus dem Rabenstainer, wogegen sie auf allen Anspruch an den Nachlass zu verzichten hat 4. Empfänger:inseinem Oheim Gundolten und dessen Hausfrau Katrein ein Joch Weingarten ze Chlaitzing 5. seinem Oheim Ulreichen ein Joch Weingarten ze Grintzing in der Arnoltsau 6. Empfänger:inseiner Muhme Annen,hausfrau Jacobs hausfrau des Chottrer, 1 1/3 Joch Weingarten hinder dem Weinhaus, der ander weingart von dem Vrowengässlein, wovon sie jährlich 1 lb dn. für sein Seelenheil verwenden soll 7. seiner Muhme Annen, die bei dem Magseit ist, einen Weingarten ze Gumpoltschirchen zenaechst dem dorf, gehaissen der Lanholcz 8. Empfänger:inseinem Diener Weiglein ein weingärtl ze Gumpoltzchirchen, gehaissen das Gutswertel, und ein fuder weins aus dem Rabenstainer , Empfänger:inseinem Diener Jansen ein weingärtel, genant das Stainvelder, und ein fuder weins aus dem Rabensteiner 9. Empfänger:inSeifriden dem Vogler und seiner Hausfrau Alhaiten seinen Garten im Werd enhalb des Roten Turns ze Wienne, von dem sie jährlich armen Leuten 2 lb dn. für Brot und Wein geben sollen und der nach ihrem Tode an die genannten Oheime fallen soll 10. Empfänger:inhinz Unser Vrowen auf der Stetten ze Wienn zu dem pau 10 lb dn. 11. seiner Stiefschwester und ihren Kindern 48 lb dn. 12. dass seine beiden Oheime das weingärtl, genant der Chrümbel, alle Jahre bauen und den Erlös für sein Seelenheil verwenden sollen 13. dem Empfänger:inGundolten die Weingärten den Praun und den Garner 14. dem Ulreichen die Weingärten den Rabenstainer und den Rustpekchen 15. beiden Oheimen zu gleichen Theilen das Haus, das er selbst inne hat, gelegen in der Münzerstrasse ze Wienne, gegen sand Margreten über, den stadel, gelegen vor Chaernertor ze Wienne , seinen Weingarten, gelegen ze Gumpoltzchirchen ob der chirchen, gehaissen der Spiegel, seinen Hof daselbst, sein Bergrecht, seine Wiesmahd und den Rest seines fahrenden Gutes.

Siegelbeschreibung

Zeug:in / Siegler:inBesiegelt mit den Siegeln: 1. des Ausstellers, der Bürger: 2. hern Leupolts des Poltzs, baid des rats der stat ze Wienne Bürger 3. hern Herborts des Tekenschaden, baid des rats der stat ze Wienne Bürger, 4. hern Chunrats des Löffler Bürger, 5. hern Hainreichs des Waekcherleins Bürger.

Seite 1/2

Annotationen

Nr. 458

Datum: 1354 X 29

Ort: Wien

Archiv: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Quelle: Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 458