Nr. 320, 1348 IV 11

Quelle Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 320

Regest

Aussteller:inChunigunt, wittibe hern Ru/odolfs wittibe des Grafen an dem Alten Fleischmarchte ze Wienne, stiftet eine Empfänger:inewige Messe, die man haben sol in der pharrchirichen datz sant Stephan ze Wienne. Sie widmet zu dieser Messe 8 lb dn. geltes purchrechts: a) Sonstigemit des gruntherren hant, hern Pilgreimsgruntherren, chaplan der chapellen sande Niclas datz den Ro/eren ze Wienne, 2 lb dn. geltes, die da ligent ain phunt gelts auf einem haus, das da leit vor Stubentor, das Gorigen des Paimleins gewesen ist, zenaehst Cholmanne, dem pekchen, do man auch alle jar von dient der chapellen sant Nichlas dacz den Ro/eren 7 dn. ze gruntrecht, und das ander phunt geltes leit auf einem haus bei Stubentor, haisset der Mukkerauerinne haus, zenaehst Jansen haus des Phuntimaschen, da man auch alle iar von dient der chapellen sande Nichlas dacz den Ro/eren 2 dn. ze gruntrecht b) Sonstigemit des gruntherren hant, des gruntherren erbern ritter hern Jansen des Greiifen ain phunt dn. geltes auf einem haus, das da leit bei dem Roten Turn und haisset in dem Stadel und stosset hinden an die padstuben, da man auch alle iar von dient hern Jansen dem Greiffen 12 dn. ze gruntrecht und in der purger Spital ½ lb dn. ze purchrecht und hinz sant Marein Magdalen 5 dn. ze selgeraet c) Sonstigemit der perchvrowen hant, der perchvrowen erbern vrowen vron Annen, hausvrowe hern Seibots hausvrowe [Seite 75] von Missingdorf, 3 lb dn. geltes purchrechtes auf Arnolts weingarten im Stadel, der da leit in dem Cheswassergraben und haisset der Jude, da man auch alle iar von dient der egenanten vron Annen fu/emfthalben emmer weins ze perchrecht und fu/emfthalben phennich ze voitrecht d) Sonstigemit des gruntherren hant gruntherren Michels des Schönnhelfer, maister und phleger des hauses dacz sant Johans zu/e der Siechen Alsse 2 lb dn. geltes purchrechts auf Chunrats des Swaernchophs haus und paumgarten und weingarten hinden daran, das alles gelegen ist in der Siechen Alsse zenaehst Fridreichs haus des Gusel (belastet mit 49 dn. Grundrecht). Als ersten Kaplan und Verweser dieser Messe bestellt sie ihren Empfänger:inKaplan Verweser Schreiber Michel von Nicoltspurch. Nach ihrem Ableben geht das Recht der Verleihung an ihren ältesten Erben, und sollte ein solcher nicht mehr vorhanden sein, an den Rath der Stadt zu Wien über. Sollte die Messe nicht bei S. Stephan gelesen werden können, so soll sie in eine andere Wiener Kirche verlegt werden.

Siegelbeschreibung

Zeug:in / Siegler:inBesiegelt mit den Siegeln: 1., 2., 3., 4. der Grundherren Grundherr Gundherr Grundherr und der Bergfrau, ferner der Schwiegersöhne der Ausstellerin, 5. Schwiegersohn Pauln des Polln von Nu/erenberch, 6. Schwiegersohn Rugers, des sun Wenigenhern Leupoltssun, 7. Schwiegersohn Nichlas, sun hern Christans sun, des swertslacher , 8. Schwiegersohn Jansen, des mauter von Neuendorf.

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Nr. 320

Datum: 1348 IV 11

Archiv: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Quelle: Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 320